Wie läuft ein Immobilienverkauf in Bremen ab?

Erwin Stripling berät ein Ehepaar zum Ablauf eines Immobilienverkaufs in Bremen anhand eines Grundrissplans

Irgendwann steht der Gedanke im Raum: Die Immobilie soll verkauft werden. Vielleicht ist das Haus zu groß geworden, seit die Kinder ausgezogen sind. Vielleicht steht ein Umzug an, eine Trennung, oder die Immobilie gehört zu einem Erbe, das geregelt werden muss.

Was dann folgt, ist für die meisten Menschen Neuland, denn eine Immobilie verkauft man ein- oder zweimal im Leben. Wie läuft ein Immobilienverkauf in Bremen also ab, und was passiert in welcher Reihenfolge?

Dieser Beitrag geht den Ablauf Schritt für Schritt mit Ihnen durch: von der Wertermittlung über die Vorbereitung, die Vermarktung und die Besichtigungen bis zum Notartermin. Sie erfahren, welche Unterlagen Sie brauchen, welche Kosten anfallen und was am Ende für Sie übrig bleibt.

Inhalt

Wie läuft ein Immobilienverkauf in Bremen ab? Die sechs Phasen im Überblick

Ein Immobilienverkauf in Bremen läuft in sechs Phasen ab: Wertermittlung, Vorbereitung, Vermarktung, Besichtigungen, Kaufpreisverhandlung sowie Notartermin und Übergabe. Vom ersten Gespräch bis zur Beurkundung vergehen bei marktgerechtem Preis drei bis sechs Monate, von der Beurkundung bis zum Geld auf dem Konto weitere vier bis acht Wochen.

  1. Wertermittlung: Am Anfang steht die Frage, was die Immobilie wert ist. Grundlage sind vergleichbare Objekte aus demselben Stadtteil, die zuletzt tatsächlich verkauft wurden. Daraus entsteht der Angebotspreis.
  2. Vorbereitung: die längste Phase vor der Veröffentlichung. Unterlagen werden zusammengetragen, die Wohnfläche neu aufgemessen und der Energieausweis erstellt. Der Engpass ist fast immer die Bauakte.
  3. Vermarktung: Erst entstehen Fotos und Exposé, dann geht die Immobilie hinaus, an vorgemerkte Interessenten, in die Portale und in die Nachbarschaft.
  4. Besichtigungen: Jetzt zeigt sich, wer es ernst meint. Entscheidend ist, die Finanzierung zu klären, bevor der erste Termin stattfindet.
  5. Kaufpreisverhandlung: Angebote gehen ein und werden auf zweierlei geprüft: auf den Preis und auf die Finanzierung dahinter.
  6. Notartermin und Übergabe: Der Kaufvertrag wird beurkundet, die Auflassungsvormerkung eingetragen, der Kaufpreis gezahlt und der Schlüssel übergeben.

Auffällig ist, wie viel geschieht, bevor die Immobilie überhaupt sichtbar wird. Das ist kein Umweg: Die ersten beiden Phasen entscheiden über das Ergebnis, alles danach ist Handwerk. Was den Zeitraum im Einzelnen bestimmt, beschreibt der Beitrag Wie lange dauert ein Hausverkauf in Bremen?

Phase 1 – Wertermittlung: Woher kommt der richtige Preis?

Wenn ein Verkauf in Bremen nicht rundläuft, liegt es überraschend oft am Startpreis und nicht an der Lage, an den Fotos oder am Markt.

Der Grund dafür ist einfach. Eine Immobilie hat genau einmal die volle Aufmerksamkeit des Marktes, nämlich in den ersten Tagen nach der Veröffentlichung. Wer in dieser Phase zu teuer ist, wird von genau den Menschen nicht gesehen, die das Objekt am ehesten kaufen würden, weil ihre Suchfilter unterhalb des Preises enden.

Übrig bleiben Interessenten, die vergleichen und feststellen, dass es anderswo mehr fürs Geld gibt. Dann bleibt die Immobilie stehen, und mit jeder Woche verschiebt sich die Verhandlungsposition zum Käufer. Wer sieht, dass ein Objekt seit vier Monaten inseriert ist, vermutet einen verborgenen Mangel und bietet entsprechend weniger.

Wie steht der Bremer Immobilienmarkt 2026 da?

Im Berichtsjahr 2025 wurden in Bremen 6.519 Kaufverträge registriert, 13,4 Prozent mehr als im Vorjahr mit 5.751. Der Geldumsatz stieg von 1,657 auf 2,134 Milliarden Euro. Besonders kräftig legten Eigentumswohnungen zu: Ihre Zahl stieg um 22,5 Prozent von 2.766 auf 3.388 Kauffälle. Stand: Juni 2026.

Alle Zahlen in diesem Abschnitt stammen aus dem Grundstücksmarktbericht Bremen 2026 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte. Sie beruhen auf tatsächlich beurkundeten Kaufpreisen aus der Kaufpreissammlung, nicht auf Angebotspreisen aus Internetportalen. Was jemand fordert und was am Ende gezahlt wird, sind zwei verschiedene Zahlen.

Durchschnittliche Kaufpreise in Bremen, Berichtsjahr 2025 – Quelle: Grundstücksmarktbericht Bremen 2026, Stand: Juni 2026
ObjektartMittlerer KaufpreisVeränderung zum Vorjahr
Reihenhaus303.000 €+ 6,7 %
Doppelhaushälfte295.000 €+ 8,5 %
Freistehendes Ein-/Zweifamilienhaus365.000 €– 7,4 %
Eigentumswohnung (Weiterverkauf)2.520 €/m² Wohnfläche+ 7 %

Schon diese Übersicht zeigt, dass es „den Bremer Markt“ nicht gibt. Doppelhaushälften haben um 8,5 Prozent zugelegt, freistehende Häuser um 7,4 Prozent verloren, im selben Jahr und in derselben Stadt.

Wie stark unterscheiden sich die Preise zwischen den Stadtteilen?

Innerhalb Bremens liegen die Preise weit auseinander. Weiterverkaufte Reihenhäuser kosteten 2025 in Schwachhausen im Mittel rund 3.581 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, in Vegesack dagegen rund 1.725 Euro. Zwischen diesen beiden Stadtteilen liegt damit der Faktor 2,1, für dieselbe Objektart in derselben Stadt. Das fällt besonders ins Gewicht, weil Reihenhäuser mit 58 Prozent aller verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser die typische Bremer Objektart sind.

Ebenso aufschlussreich ist der Blick auf die Größe: In Woltmershausen sind Reihenhäuser mit rund 136 m² im Schnitt deutlich größer als in Findorff mit rund 123 m², kosten aber rund 120.000 Euro weniger. Quadratmeterpreis und Gesamtpreis erzählen also nicht dieselbe Geschichte, und wer nur auf einen von beiden schaut, verschätzt sich. Weitere Werte nach Stadtteil finden Sie unter Immobilienpreise in Bremen.

Welche Wohnlagen haben 2025 am stärksten zugelegt?

Vergleicht man die Preisentwicklung zwischen bevorzugten Wohnlagen und normalen Stadtlagen, kehrt sich die Erwartung um: In fünf von sechs ausgewerteten Objektarten haben die normalen Stadtlagen besser abgeschnitten. Bei Reihenhäusern etwa stiegen die Quadratmeterpreise in normalen Stadtlagen um rund 8,2 Prozent, in bevorzugten Lagen nur um rund 2,3 Prozent. Einzig bei weiterverkauften Eigentumswohnungen ist es umgekehrt, und auch dort nur knapp.

Das hat handfeste Folgen. Wer ein Haus in Huchting, Hemelingen oder Osterholz besitzt, verkauft derzeit in einen Markt, der ihm entgegenkommt. Wer ein freistehendes Haus in einer Toplage anbietet, sollte umgekehrt nicht mit den Preisen von 2023 rechnen. Am schwersten hat es derzeit, wer eine Neubauwohnung in bevorzugter Lage verkauft: Mit minus 18,6 Prozent ist das der stärkste Rückgang im ganzen Bericht.

Wonach suchen Käufer in Bremen derzeit?

Die Nachfrage in Bremen ist nicht nur stabil, sie verschiebt sich auch. Wer weiß, wonach gerade gesucht wird, kann seine Immobilie gezielter positionieren und verkauft schneller. Besonders gefragt sind derzeit (Stand: September 2026):

  • Eigentumswohnungen mit Balkon oder Gartenanteil
  • Einfamilienhäuser in ruhigen Stadtteilen mit guter Anbindung
  • Reihenhäuser in familienfreundlichen Lagen
  • Kapitalanlagen in uni-nahen Bezirken

In begehrten Lagen und bei realistischer Preisgestaltung geht ein Verkauf deutlich schneller als in den üblichen drei bis sechs Monaten, manchmal innerhalb weniger Wochen.

Was bedeuten die Marktdaten für Ihren Angebotspreis?

Die Zahlen oben sind Durchschnitte über eine ganze Stadt oder einen ganzen Stadtteil. Für Ihre Immobilie brauchen Sie etwas Genaueres: die Objekte, die in Ihrer Straße und Ihrer Nachbarschaft zuletzt tatsächlich verkauft wurden, mit ihren Unterschieden zu Ihrem. Dazu kommen der Bodenrichtwert zum aktuellen Stichtag und die Merkmale, die keine Durchschnittsrechnung kennt: Zuschnitt, Zustand, energetischer Stand, Ausrichtung des Gartens, Lärm und Nachbarbebauung.

Achten Sie bei jedem Anbieter auf ein Detail: Nennt man Ihnen eine Zahl, ohne zu sagen, woher sie kommt? Dann fragen Sie nach. Der älteste Trick der Branche ist der zu hohe Startpreis, mit dem man den Auftrag gewinnt, um drei Monate später die erste Reduzierung vorzuschlagen. Eine seriöse Einschätzung kommt schriftlich, mit den Vergleichsfällen, auf denen sie beruht. Wie eine kostenlose Bewertung seriös funktioniert und woran Sie eine unseriöse erkennen, beschreibt der Beitrag Wer bietet kostenlose Immobilienbewertungen in Bremen an?

Phase 2 – Vorbereitung: Welche Unterlagen und Fristen gilt es zu beachten?

Zwischen der Entscheidung und dem Moment, in dem die Immobilie online geht, liegen in der Regel vier bis sechs Wochen. Für viele Eigentümer fühlt sich diese Zeit an, als würde nichts passieren. Tatsächlich ist es die Phase, in der der Verkauf gewonnen oder verloren wird.

Der Engpass ist fast immer derselbe: die Bauakte. Die Einsicht in archivierte Bauakten dauert in Bremen laut amtlicher Auskunft drei bis sechs Wochen. Ohne sie fehlen Baupläne, Baugenehmigungen und der Nachweis, dass ein Anbau seinerzeit genehmigt wurde. Und ein Kaufinteressent, der nach den Bauplänen fragt und „reichen wir nach“ hört, ist in aller Regel weg.

Welche Unterlagen brauchen Sie für den Verkauf?

  • Grundbuchauszug: vom Grundbuchamt beim Amtsgericht; für Objekte in Bremen-Nord ist das Amtsgericht Bremen-Blumenthal zuständig
  • Auszug aus der Liegenschaftskarte (Flurkarte): vom Landesamt GeoInformation Bremen
  • Baupläne, Baubeschreibung und Baugenehmigung: aus der Bauakte
  • Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis: von der unteren Bauaufsichtsbehörde; setzt den Grundbuchauszug voraus
  • Aktuelle Wohnflächenberechnung nach Wohnflächenverordnung und Grundrisse: aus dem Aufmaß vor Ort, möglichst mit Architektenstempel
  • Energieausweis: von einem zugelassenen Aussteller
  • Nachweise über Modernisierungen: Ihre Handwerkerrechnungen
  • Bei Eigentumswohnungen zusätzlich: Teilungserklärung, Protokolle der letzten drei Eigentümerversammlungen, aktueller Wirtschaftsplan, Hausgeldabrechnung und Höhe der Instandhaltungsrücklage
  • Bei vermieteten Objekten zusätzlich: Mietverträge samt Nachträgen, Nebenkostenabrechnungen und Kautionsnachweise

Den größten Teil davon kann ein Makler über eine schriftliche Vollmacht für Sie beschaffen. Das gilt auch für die Unterlagen bei der Hausverwaltung und für die Auskunft Ihrer Bank über Restschuld und Löschungsbewilligung.

Die Vollmacht wird dabei früh gebraucht, denn Einsicht in Bauakten erhalten in Bremen ausschließlich Eigentümer, Erbbauberechtigte oder ausdrücklich Bevollmächtigte. Solange sie fehlt, beginnt die längste Wartezeit des ganzen Verkaufs nicht. Parallel zur Bearbeitungszeit der Ämter entstehen Aufmaß, Grundrisse und Energieausweis; bei Bedarf kommen Entrümpelung und Home Staging dazu. Die vollständige Checkliste mit allen Beschaffungsstellen finden Sie im Beitrag Welche Unterlagen brauche ich, um mein Haus in Bremen zu verkaufen?

Was können nur Sie zum Verkauf beitragen?

Eine Sache liegt bei keinem Amt und bei keiner Verwaltung: Ihre Belege über Modernisierungen, also die Rechnungen für Heizung, Dach, Fenster, Elektrik oder Bad. Sie sind der einzige Nachweis, dass eine Investition wirklich stattgefunden hat, und rechtfertigen im Zweifel mehrere zehntausend Euro Kaufpreis. Ein Ordner mit diesen Unterlagen ist Ihr wertvollster Beitrag zum Verkauf.

Phase 3 – Vermarktung: Wie erreicht Ihre Immobilie die richtigen Käufer?

Ein Objekt an den Markt zu bringen, heißt zweierlei: es so zu zeigen, dass Menschen hinsehen, und es dorthin zu bringen, wo die richtigen Menschen suchen. Das erste ist Präsentation, das zweite Verbreitung.

Exposé und Bildmaterial: die Visitenkarte Ihres Verkaufs

Die meisten Kaufinteressenten sehen Ihre Immobilie zum ersten Mal auf einem Handydisplay, in einer Ergebnisliste zwischen dreißig anderen. In diesem Moment entscheiden zwei Dinge, ob sie weiterlesen: der Preis und das erste Bild. Den Preis haben Sie in Phase eins festgelegt, bleibt das Bild.

Bewährt haben sich:

  • Weitwinkelaufnahmen, weil sie die tatsächliche Raumwirkung zeigen
  • Drohnenperspektiven für Grundstückszuschnitt und Lage im Viertel
  • Modern gestaltete Exposés, die auf dem Handy genauso funktionieren wie ausgedruckt

Dazu kommt die Tageszeit: Ein Haus mit Südterrasse fotografiert man nachmittags, nicht vormittags. Solche Kleinigkeiten machen den Unterschied zwischen einem Bild, bei dem jemand hängen bleibt, und einem, das weggewischt wird.

Inhaltlich hat das Exposé eine einzige Aufgabe: Fragen beantworten, statt sie zu erzeugen. Dazu gehören Baujahr, Wohn- und Grundstücksfläche, Zustand, was wann modernisiert wurde, Energiekennwert, Nebenkosten und Übergabetermin. Jede fehlende Angabe führt entweder zu einer Rückfrage oder dazu, dass jemand abspringt, und das bemerkt man erst, wenn es sich summiert hat.

Welche Angaben sind in der Immobilienanzeige Pflicht?

Bereits in der Anzeige sind bestimmte Angaben aus dem Energieausweis vorgeschrieben: Art des Ausweises, Endenergiebedarf oder -verbrauch, wesentlicher Energieträger der Heizung, Baujahr und Energieeffizienzklasse. Geregelt ist das in § 87 des Gebäudemodernisierungsgesetzes, wie das frühere Gebäudeenergiegesetz seit dem 29. Juli 2026 heißt. Fehlen die Angaben, ist das eine Ordnungswidrigkeit (§ 108) und zugleich ein Abmahnrisiko. Stand: September 2026.

Für wen schreiben Sie das Exposé eigentlich?

Ein Exposé, das alle ansprechen soll, spricht niemanden an. Je nach Objektart kommen völlig unterschiedliche Käufergruppen infrage, und das sollte sich im Text widerspiegeln:

  • Eigentumswohnung: Singles, Paare und Kapitalanleger
  • Reihenhaus: Familien
  • Einfamilienhaus: Familien und Käufer mit langfristiger Lebensplanung
  • Vermietete Immobilie: Investoren

Der Unterschied ist konkret: Eine Familie möchte den Schulweg und den Garten sehen, ein Kapitalanleger die Mietrendite und die Instandhaltungsrücklage. Dieselbe Immobilie, unterschiedlich beschrieben, erreicht ganz verschiedene Käufer.

Wo wird Ihre Immobilie sichtbar?

Ein gutes Exposé nützt wenig, wenn es die Falschen sehen. Sinnvoll ist eine Kombination aus Online- und Offline-Kanälen, die nicht bei den Portalen beginnt, sondern bei den Menschen, die bereits gesagt haben, wonach sie suchen.

Online:

  • Newsletter an vorgemerkte Interessenten, oft noch vor der Veröffentlichung
  • Platzierung auf den Premium-Portalen
  • zielgruppengenaue Social-Media-Werbung
  • Videoanzeigen und virtuelle Rundgänge
  • Auffindbarkeit über Google

Offline:

  • Nachbarschaftsmarketing
  • Objektbeschilderung
  • lokale Anzeigen
  • Flyer und Aushänge im Viertel

Dass eine Kartei vorgemerkter Interessenten am Anfang steht, hat einen einfachen Grund: In gefragten Lagen ist ein Objekt gelegentlich verkauft, bevor es überhaupt in einem Portal erscheint. Auch das Nachbarschaftsmarketing wird gerade in Bremen unterschätzt. Ein großer Teil der Käufer kommt aus dem Viertel selbst oder wird von jemandem aus dem Viertel auf das Objekt aufmerksam gemacht.

Phase 4 – Besichtigungen: Wie trennen Sie ernsthafte Käufer von Neugierigen?

Eine Besichtigung ist mehr als ein Rundgang, oft fällt in diesem Moment die Kaufentscheidung. Deshalb gehört jeder Termin vorbereitet:

  • Vorauswahl qualifizierter Interessenten, damit Sie Ihr Haus nicht für Besichtigungstourismus auf Hochglanz bringen
  • Einzel- oder Sammeltermine, je nach Objekt und Strategie
  • Optimale Präsentation: Licht, Lüften und die Reihenfolge der Räume
  • Professionelle Gesprächsführung, damit auch heikle Fragen sachlich beantwortet werden

Die Vorauswahl ist dabei wichtiger, als sie klingt. Vor der Terminvergabe sollte geklärt sein, ob eine Finanzierung überhaupt plausibel ist, noch ohne Nachweis, aber im Gespräch. Das reduziert die Zahl der Termine spürbar und erhöht den Anteil derer, die tatsächlich kaufen können. Eine ruhige, vertrauensvolle Atmosphäre tut den Rest.

Welche Fragen kommen bei Besichtigungen in Bremen fast immer?

Diese Fragen sollten Sie kennen, bevor sie gestellt werden:

  • „Wie alt ist die Heizung, und was kommt da auf mich zu?“ Seit der Diskussion um Heizungstausch und energetische Sanierung ist das oft die erste Frage. Wer Baujahr, Typ und den letzten Wartungsbericht parat hat, wirkt souverän. Wer ausweicht, weckt Misstrauen.
  • „Ist der Keller trocken?“ Bremen liegt in der Marsch, in vielen Lagen steht das Grundwasser hoch. Käufer wissen das und fragen gezielt danach. Eine ehrliche Antwort mit einer Erklärung, was wann gemacht wurde, ist hier mehr wert als jede Beschwichtigung.
  • „Warum verkaufen Sie?“ Die häufigste Frage überhaupt, und diejenige, bei der viele Eigentümer ins Schlingern geraten. Eine ruhige, ehrliche Antwort nimmt sofort die Spannung heraus.
  • „Wie sind die Nachbarn?“ Klingt harmlos, ist aber oft kaufentscheidend, besonders bei Reihen- und Doppelhäusern.
  • Bei Eigentumswohnungen: „Wie hoch ist die Rücklage, und was ist beschlossen?“ Eine anstehende Fassaden- oder Dachsanierung kann den Käufer einen fünfstelligen Betrag kosten. Wer das offen anspricht, verhandelt am Ende ruhiger als jemand, bei dem es erst die Protokolle ans Licht bringen.

Der letzte Punkt gilt allgemein: Mängel gehören offengelegt. Der übliche Haftungsausschluss im Kaufvertrag, „gekauft wie besichtigt“, greift nicht, wenn ein Mangel arglistig verschwiegen wurde (§ 444 BGB). Ein verschwiegener Feuchtigkeitsschaden kann Jahre später zur Rückabwicklung führen. Offen angesprochen kostet er meist ein paar tausend Euro Verhandlungsspielraum. Die Rechnung geht also immer zugunsten der Offenheit aus.

Phase 5 – Kaufpreisverhandlung: Woran erkennen Sie ein Angebot, das hält?

Verhandlungen verlaufen in Bremen meist direkt und lösungsorientiert; in stark nachgefragten Gebieten kommen Angebote oft schnell und ohne großes Taktieren. Wenn das erste Angebot kommt, ist die Versuchung groß, nur auf die Zahl zu schauen. Genau hier gehen Verkäufe schief, nicht weil zu wenig geboten wird, sondern weil das höchste Gebot nicht immer das sicherste ist.

Ein Angebot ist so viel wert wie die Finanzierung dahinter. Was vor der Besichtigung als Plausibilitätsfrage genügt hat, muss jetzt schriftlich vorliegen: Zwischen einer „grundsätzlichen Zusage“ der Hausbank und einer verbindlichen Finanzierungsbestätigung liegen Welten, und meist zwei bis vier Wochen.

Platzt die Finanzierung nach der Beurkundung, stehen Sie mit einem gültigen Vertrag da, aber ohne Geld, und die Rückabwicklung kostet Zeit und Notargebühren. Lassen Sie sich deshalb einen belastbaren Nachweis zeigen, bevor ein Kaufvertragsentwurf beim Notar in Auftrag geht.

Wie viel Verhandlungsspielraum ist in Bremen realistisch?

Wie viel Spielraum realistisch ist, hängt stark von Lage und Zustand ab. In der Vermarktungspraxis bewegen sich die Verhandlungen in Bremen in diesen Bandbreiten (Stand: September 2026):

  • 3 bis 5 Prozent in starken Lagen wie Schwachhausen oder Oberneuland
  • 5 bis 8 Prozent in durchschnittlichen Wohnlagen
  • 10 Prozent oder mehr bei renovierungsbedürftigen Objekten

Diese Werte sind allerdings kein Naturgesetz, sondern eine Folge dessen, was in den Wochen davor passiert ist. Wer mit einem belegbaren Preis und vollständigen Unterlagen startet, muss deutlich weniger nachgeben, weil es nichts zu verteidigen gibt.

Was passiert, wenn mehrere Interessenten ein Angebot abgeben?

Das kommt in Bremen häufiger vor, als man denkt. Mehrere ernsthafte Interessenten halten den Preis mindestens stabil, denn ein niedriges Angebot verliert an Gewicht, wenn andere bereit sind, den Angebotspreis zu zahlen. Sie eröffnen zudem die Möglichkeit, dass der Preis steigt.

Dafür braucht es aber viel Fingerspitzengefühl. Interessenten sollten offen und fair behandelt werden und nicht das Gefühl bekommen, gegeneinander ausgespielt zu werden, sonst verliert man schnell gerade die Käufer, die es ernst meinen. Entscheidend ist am Ende nicht allein die Höhe eines Angebots, sondern auch, ob die Finanzierung gesichert ist und der Übergabetermin passt.

Phase 6 – Notartermin und Übergabe: Wann ist das Geld auf Ihrem Konto?

Sind sich beide Seiten einig, erstellt ein Notar den Kaufvertragsentwurf. Bei Verkäufen an Verbraucher muss dieser Entwurf zwei Wochen vor dem Beurkundungstermin vorliegen (§ 17 Abs. 2a BeurkG). Diese Schutzfrist sollten Sie im Zeitplan berücksichtigen.

Beim Termin selbst wird der komplette Vertrag laut vorgelesen und erklärt. Das dauert je nach Umfang 45 bis 90 Minuten und kommt vielen Beteiligten länger vor, als es ist. Fragen sind ausdrücklich erwünscht; der Notar ist zur Neutralität und zur Belehrung beider Seiten verpflichtet. Erst mit der Unterschrift beider Parteien ist der Verkauf rechtswirksam.

Was passiert nach der Beurkundung?

Danach passiert einiges, ohne dass Sie etwas tun müssen:

  1. Der Notar lässt eine Auflassungsvormerkung für den Käufer ins Grundbuch eintragen.
  2. Er holt die Löschungsbewilligung Ihrer Bank ein.
  3. Er prüft, ob die Gemeinde auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet, und holt bei Eigentumswohnungen die Zustimmung des Verwalters ein.
  4. Liegen alle Voraussetzungen vor, verschickt er die Kaufpreisfälligkeitsmitteilung.
  5. Der Käufer überweist den Teil, der Ihr Darlehen ablöst, direkt an Ihre Bank und den Rest an Sie. Ein Notaranderkonto wird heute nur noch in Ausnahmefällen genutzt.
  6. Die Schlüsselübergabe findet üblicherweise am Tag der vollständigen Zahlung statt, mit Übergabeprotokoll, abgelesenen Zählerständen und vollständigen Schlüsselsätzen.

Von der Beurkundung bis zum Geldeingang vergehen in der Regel vier bis acht Wochen. Was viele überrascht: Ihr Geld ist längst da, bevor der Käufer als Eigentümer im Grundbuch steht. Die Umschreibung erfolgt erst, nachdem der Käufer die Grunderwerbsteuer bezahlt und das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilt hat. Das kann Monate dauern, spielt für Sie aber keine Rolle mehr.

Was kostet der Immobilienverkauf in Bremen – und was bleibt am Ende übrig?

Beim Immobilienverkauf zahlen Käufer und Verkäufer unterschiedliche Posten. Nach § 448 Abs. 2 BGB und der üblichen Vertragsgestaltung trägt der Käufer die Kosten für Beurkundung und Grundbucheintragung sowie die Grunderwerbsteuer, in Bremen seit dem 1. Juli 2025 5,5 Prozent, in Niedersachsen 5,0 Prozent. Stand: September 2026.

Für den Verkäufer bleiben je nach Maklervertrag vor allem zwei Posten: die Courtage und die Löschung eingetragener Grundschulden. Wie sich das zusammenrechnet, zeigt ein Beispiel: ein Reihenhaus zum Bremer Durchschnittspreis von 303.000 Euro, mit einem Restdarlehen von 120.000 Euro.

Beispielrechnung: Auszahlung nach dem Verkauf eines Reihenhauses in Bremen, Stand: September 2026
PositionBetragAnmerkung
Kaufpreis303.000 €Bremer Durchschnitt für Reihenhäuser 2025
Maklercourtage– 10.817 €3,57 % inklusive Mehrwertsteuer je Seite, in Bremen übliche Höhe; dieselbe Summe zahlt der Käufer
Energieausweis– 0 bis 350 €je nach Maklervertrag; beim Privatverkauf sind 80 bis 350 € üblich
Löschung der Grundschuld– 400 €Annahme für das Beispiel; die Notar- und Grundbuchgebühr hängt von der Höhe der eingetragenen Grundschuld ab
Ablösung des Darlehens– 120.000 €geht direkt an Ihre Bank
Auszahlung an Sie171.783 €vier bis acht Wochen nach dem Notartermin, bei übernommenem Energieausweis

Ist die Immobilie abbezahlt, bleiben von denselben 303.000 Euro rund 291.800 Euro. Die Nebenkosten des Verkaufs liegen dann bei etwa 3,7 Prozent, deutlich weniger, als die meisten Eigentümer befürchten. Eine vollständige Übersicht aller Posten bietet der Beitrag Welche Kosten entstehen beim Immobilienverkauf in Bremen?

Wer bezahlt die Vermarktung?

Vermarktung kostet Geld, unabhängig davon, wer verkauft. Realistische Budgets in Bremen (Stand: September 2026):

  • Online-Inserate: 200 bis 500 €
  • Zeitungsannoncen: 300 bis 800 €
  • Professionelle Fotografie: 350 bis 700 €
  • Drohnenaufnahmen: 200 bis 500 €
  • Virtuelle Rundgänge: 300 bis 600 €

In der Summe sind das schnell 1.500 bis 3.000 Euro, dazu kommen der Energieausweis und die Gebühren für die Unterlagen. Wer privat verkauft, zahlt das aus eigener Tasche, und zwar auch dann, wenn am Ende kein Käufer gefunden wird. Die Vorleistung ist dann verloren. Bei einer Zusammenarbeit mit einem Makler hängt es vom Vertrag ab, wer diese Kosten trägt und ob sie auch dann beim Makler bleiben, wenn kein Verkauf zustande kommt. Fragen Sie das vor der Beauftragung ab.

Wie hoch ist die Maklerprovision in Bremen?

Die Maklerprovision in Bremen beträgt üblicherweise 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer je Seite, zusammen also 7,14 Prozent des Kaufpreises. Beim Verkauf von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen an Verbraucher gilt: Beauftragen beide Seiten den Makler, muss die Provision für beide gleich hoch sein (§ 656c BGB); beauftragt nur der Verkäufer, darf höchstens die Hälfte an den Käufer weitergegeben werden (§ 656d BGB). Der Maklervertrag bedarf der Textform (§ 656a BGB), eine mündliche Zusage ist unwirksam. Stand: September 2026.

Woran Sie einen Anbieter erkennen, bei dem das Verhältnis von Leistung und Courtage stimmt, beschreibt der Beitrag Welcher Immobilienmakler ist der beste in Bremen? Ob sich ein Makler für Sie überhaupt lohnt, klärt der Beitrag Brauche ich einen Makler für den Immobilienverkauf in Bremen?

Welche Steuern fallen beim Verkauf an?

Haben Sie die Immobilie im Verkaufsjahr und in den beiden Jahren davor selbst bewohnt, ist ein Gewinn steuerfrei. Unabhängig davon ist er auch steuerfrei, wenn zwischen Anschaffung und Verkauf mehr als zehn Jahre liegen. War die Immobilie dagegen vermietet und liegt der Kauf nicht mehr als zehn Jahre zurück, kann der Gewinn steuerpflichtig sein (§ 23 EStG).

Das kann die mit Abstand größte Position der ganzen Rechnung sein und ist der einzige Punkt, an dem sich das Warten auf einen Stichtag lohnen kann. Klären Sie ihn mit Ihrer Steuerberatung, bevor Sie vermarkten, nicht danach. Die Grunderwerbsteuer zahlt der Käufer. Einzelheiten erklärt der Beitrag Wann muss ich in Bremen Spekulationssteuer beim Immobilienverkauf zahlen?

Droht eine Vorfälligkeitsentschädigung?

Aktuell ist sie meist kein Thema. Sie entsteht nur, wenn Ihrer Bank durch die vorzeitige Rückzahlung ein Zinsschaden entsteht. Wer sein Darlehen zwischen 2015 und 2021 zu ein bis zwei Prozent abgeschlossen hat, verschafft der Bank durch die Ablösung heute eher einen Vorteil, weil sie das Geld zu höheren Zinsen neu verleihen kann.

Lassen Sie sich die Summe trotzdem vorab schriftlich nennen. Und falls Ihr Darlehen bereits länger als zehn Jahre läuft: Dann können Sie es mit sechs Monaten Frist kündigen, ganz ohne Entschädigung (§ 489 BGB). Von sich aus erwähnt das kaum eine Bank.

Welche fünf Fehler kosten beim Immobilienverkauf am meisten?

Wenn Sie aus diesem Beitrag fünf Punkte mitnehmen, dann diese. Jeder davon kündigt sich an, und jeder ist vermeidbar.

  • Ein falscher Angebotspreis. Er verlängert nicht nur die Vermarktung, er senkt am Ende auch den Erlös. Warnzeichen: In den ersten beiden Wochen kommen kaum ernsthafte Anfragen.
  • Veröffentlichen, bevor die Unterlagen da sind. Bei drei bis sechs Wochen Wartezeit auf die Bauakte ist „reichen wir nach“ keine Option. Warnzeichen: Das Objekt ist online, der Antrag beim Bauaktenarchiv aber noch nicht gestellt.
  • Ein Angebot ohne belastbare Finanzierung annehmen. Warnzeichen: Der Interessent legt keinen Nachweis vor, sondern spricht von einer grundsätzlichen Zusage seiner Bank.
  • Einen Mangel verschweigen. Die teuerste Entscheidung im ganzen Prozess, weil sie noch Jahre später zur Rückabwicklung führen kann. Warnzeichen: Es gibt einen Punkt am Objekt, über den Sie im Verkaufsgespräch nicht sprechen möchten.
  • Zu spät reduzieren. Wer erst nach vier Monaten den Preis anpasst, verhandelt aus der Defensive und landet meist unter dem Wert. Warnzeichen: Die Besichtigungsanfragen sind seit Wochen ausgeblieben.

Weitere typische Stolperfallen mit rechtlichen Folgen beschreibt der Beitrag Diese 4 Fehler sollten Sie beim Immobilienverkauf in Bremen vermeiden.

Wie Stripling Immobilien Sie beim Verkauf in Bremen begleitet

Ein Immobilienverkauf in Bremen kann sehr gut ausgehen oder sehr zäh werden. Preisentwicklung, Nachfrage im Stadtteil, rechtliche Anforderungen und die Qualität der Vermarktung entscheiden darüber, und zwar überwiegend in den ersten Wochen.

Wir begleiten Eigentümer mit lokaler Marktkenntnis und klaren Abläufen durch jeden Schritt: Die Wertermittlung bekommen Sie schriftlich, mit den Vergleichsfällen, auf denen sie beruht, und mit einer ehrlichen Ansage, wenn Ihre Preisvorstellung nicht trägt. Die Unterlagen holen wir über eine Vollmacht für Sie, einschließlich Bauakte; den Energieausweis beauftragen wir bei einem zugelassenen Aussteller. Fotografie, Drohnenaufnahmen, Exposé, Inserate und virtuelle Rundgänge tragen wir, unabhängig davon, wie lange die Vermarktung dauert und ob es am Ende zum Verkauf kommt. Sie zahlen ausschließlich im Erfolgsfall, und zwar 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer je Seite, zusammen 7,14 Prozent.

Stand September 2026 sind das über 200 begleitete Verkäufe in Bremen und im Bremer Umland; von der Vertragsunterschrift bis zum Notartermin vergehen dabei im Median 90 Tage, im Durchschnitt 88 Tage. Der Angebotspreis wird im Median genau erzielt, im Durchschnitt zu 98,8 Prozent; in 75 Prozent der Fälle wurden mindestens 97 Prozent erreicht (eigene Auswertung, Stand: September 2026). Erwin Stripling ist Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken.

Wie sich das anfühlt, beschreiben unsere Kunden besser, als wir es könnten:

„Vom ersten Beratungsgespräch bis zur finalen Schlüsselübergabe lief alles absolut professionell, transparent und reibungslos. Besonders beeindruckt hat uns die marktgerechte Wertermittlung und das erstklassige Exposé. Herr Stripling und sein Team waren jederzeit erreichbar, haben all unsere Fragen geduldig beantwortet und uns perfekt durch den gesamten Verkaufsprozess geführt. Dank der hervorragenden Vorbereitung wurde, trotz Schwierigkeiten mit Mietern, ein passender Käufer gefunden.“ – LiLa (Quelle: Google)

„Ich habe mit dem Team um Erwin Stripling durchweg positive Erfahrungen gemacht. Die Beratung war äußerst kompetent und freundlich, auf meine Wünsche wurde individuell eingegangen und der gesamte Ablauf war sehr transparent. Ich fühlte mich rundum gut betreut und kann Stripling Immobilien uneingeschränkt weiterempfehlen!“ – Jan (Quelle: Google)

Der sinnvollste erste Schritt ist eine ehrliche Einschätzung dessen, was Ihre Immobilie heute wert ist, kostenlos und unverbindlich: Immobilienbewertung Bremen. Wie wir einen Verkauf im Einzelnen begleiten, lesen Sie auf der Seite Immobilie verkaufen in Bremen. Weitere Rückmeldungen finden Sie unter Kundenbewertungen & Erfahrungen.

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Häufige Fragen zum Ablauf des Immobilienverkaufs in Bremen

Bei einem abbezahlten Reihenhaus zum Bremer Durchschnittspreis von 303.000 Euro bleiben rund 291.800 Euro. Abgezogen werden die Maklercourtage von 10.817 Euro und rund 400 Euro für die Löschung der Grundschuld, zusammen etwa 3,7 Prozent. Läuft noch ein Darlehen, geht die Restschuld direkt an Ihre Bank; bei 120.000 Euro Restschuld kämen im Beispiel 171.783 Euro bei Ihnen an. Notarkosten, Grundbucheintrag und Grunderwerbsteuer trägt der Käufer.

Eine vollständige Sanierung vor dem Verkauf rechnet sich nach unserer Erfahrung fast nie, weil die Kosten in aller Regel über dem Mehrerlös liegen und Käufer ohnehin nach eigenem Geschmack gestalten möchten. Renovierungsbedürftige Objekte werden in Bremen allerdings mit 10 Prozent Nachlass und mehr gehandelt, das sollte man einkalkulieren. Fast immer lohnen sich dagegen Kleinigkeiten: entrümpeln, gründlich putzen, defekte Kleinteile reparieren, kahle Räume möblieren. Wo Räume leer oder überfüllt wirken, ist Home Staging die günstigere Alternative zur Renovierung.

Laut amtlicher Dienstleistungsbeschreibung dauert die Einsicht in archivierte Bauakten in Bremen drei bis sechs Wochen. Der Antrag läuft über das Onlineportal der Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung und kostet 52 Euro inklusive der ersten 10 MB. Einsicht erhalten nur Eigentümer, Erbbauberechtigte oder ausdrücklich Bevollmächtigte, ein Makler braucht also eine schriftliche Vollmacht. Weil die Bauakte der Engpass im gesamten Zeitplan ist, sollte dieser Antrag als erster gestellt werden.
„Schnelle seriöse Abwicklung. Alle Unterlagen, bis hin zur vollständigen Bauakte, lagen ohne Nachfrage vor.“ – S. Rosen (Quelle: Google)

Der Käufer. Nach § 448 Abs. 2 BGB und der üblichen Vertragsgestaltung trägt er die Kosten für die Beurkundung des Kaufvertrags, die Auflassung und die Eintragung ins Grundbuch, ebenso die Grunderwerbsteuer von 5,5 Prozent in Bremen. Der Verkäufer zahlt beim Notar nur die Löschung eingetragener Grundschulden.

Beim Verkauf mit Makler sind es vor allem die Courtage, in Bremen üblicherweise 3,57 Prozent inklusive Mehrwertsteuer je Seite, und die Löschung eingetragener Grundschulden. Wer privat verkauft, zahlt zusätzlich rund 1.500 bis 3.000 Euro Vermarktungsbudget, 80 bis 350 Euro für den Energieausweis und rund 130 Euro Amtsgebühren selbst, und diese Vorleistung ist verloren, wenn kein Käufer gefunden wird. Ob ein Makler diese Posten übernimmt, hängt vom Maklervertrag ab; fragen Sie das vor der Beauftragung ab. Bei Stripling Immobilien tragen wir Vermarktung, Fotografie, Exposé, Energieausweis und sämtliche Amtsgebühren, auch wenn es am Ende nicht zum Verkauf kommt.

Nicht zwangsläufig, denn sie fällt nur an, wenn der Bank durch die vorzeitige Rückzahlung ein Zinsschaden entsteht. Bei Darlehen, die zwischen 2015 und 2021 zu ein bis zwei Prozent abgeschlossen wurden, ist das derzeit meist nicht der Fall. Läuft Ihr Darlehen bereits länger als zehn Jahre, können Sie es nach § 489 BGB mit sechsmonatiger Frist ohne Entschädigung kündigen. Lassen Sie sich die Summe vor der Vermarktung schriftlich nennen.

Er liegt bei 3 bis 5 Prozent in starken Lagen wie Schwachhausen oder Oberneuland, bei 5 bis 8 Prozent in durchschnittlichen Wohnlagen und bei 10 Prozent oder mehr bei renovierungsbedürftigen Objekten. Entscheidend ist die Vorbereitung: Ist der Preis von Anfang an belegbar hergeleitet und liegen die Unterlagen vollständig vor, fällt der Spielraum deutlich geringer aus. Bei den Verkäufen von Stripling Immobilien wird im Median genau der Angebotspreis erzielt, im Durchschnitt 98,8 Prozent; in 75 Prozent der Fälle mindestens 97 Prozent (eigene Auswertung, Stand: September 2026). Je länger eine Immobilie dagegen steht, desto größer wird der Nachlass, den Interessenten erwarten.
„Danach haben wir Herrn Stripling kennengelernt und er konnte uns schnell aufzeigen, welcher Preis der richtige ist. Letztendlich wurde unsere Eigentumswohnung zu exakt dem Preis verkauft, den Herr Stripling analysiert hatte. Hätten wir schon früher einen Experten wie Herrn Stripling an unserer Seite gehabt, hätten wir uns viel Zeit gespart.“ – Sailor Q (Quelle: Google)

Ein versteckter Mangel ist ein Schaden, den ein Käufer bei einer normalen Besichtigung nicht erkennen kann, etwa Feuchtigkeit hinter Verkleidungen, Schwamm- oder Holzschäden, defekte Leitungen oder Altlasten im Boden. Auch rechtliche Belastungen wie Wegerechte oder Baulasten gehören dazu. Wer so einen Mangel arglistig verschweigt, kann sich nach § 444 BGB nicht auf den Haftungsausschluss berufen und riskiert noch Jahre später Rückabwicklung oder Schadensersatz. Offen angesprochen kostet ein Mangel meist nur ein paar tausend Euro Verhandlungsspielraum.

In der Regel vier bis acht Wochen nach dem Notartermin. Zuvor muss der Notar die Auflassungsvormerkung eintragen lassen, die Löschungsbewilligung Ihrer Bank einholen und den Verzicht der Gemeinde auf ihr Vorkaufsrecht prüfen; erst dann verschickt er die Kaufpreisfälligkeitsmitteilung. Gezahlt wird direkt, ein Notaranderkonto ist heute die Ausnahme.

Alles, was nicht fest mit dem Gebäude verbunden ist, gehört Ihnen: Möbel, Lampen, Gartengeräte, oft auch Markise, Gartenhaus oder Kaminofen. Einbauküchen können mitgenommen oder gesondert verkauft werden, das gehört in den Kaufvertrag. Legen Sie die Regelung vor der Vermarktung fest, denn was im Exposé abgebildet ist, erwartet der Käufer beim Einzug vorzufinden. Streit über die Einbauküche kurz vor der Übergabe ist einer der häufigsten vermeidbaren Konflikte.

Quellen

  • Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Bremen: Grundstücksmarktbericht Bremen 2026, Berichtsjahr 2025 (November 2024 bis Oktober 2025). Grundlage der Marktzahlen dieses Beitrags: Kaufvertragszahlen, Geldumsatz, Durchschnittspreise nach Objektart, Anteil der Reihenhäuser am Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser, ausgewählte Stadtteilwerte für Reihenhäuser und die Preisentwicklung nach Wohnlage. Ausgewertet werden beurkundete Kaufpreise aus der Kaufpreissammlung nach § 195 BauGB, keine Angebotspreise aus Portalen. Der vollständige Bericht ist beim Gutachterausschuss kostenpflichtig erhältlich.
  • Freie Hansestadt Bremen, Onlinedienste: Einsicht in archivierte Bauakten – Bearbeitungszeit von drei bis sechs Wochen, Gebühr von 52 Euro inklusive der ersten 10 MB, Zugang nur für Eigentümer, Erbbauberechtigte und Bevollmächtigte.
  • Amtsgericht Bremen und Amtsgericht Bremen-Blumenthal: Grundbuchauszug beantragen – Zuständigkeit für Bremen-Nord, Gebühr 10 Euro für einen unbeglaubigten Auszug.
  • Landesamt GeoInformation Bremen: Auszug aus der Liegenschaftskarte – Gebühr 50 Euro je Auszug.
  • Untere Bauaufsichtsbehörde Bremen: Auskunft aus dem Baulastenverzeichnis – Grundgebühr 17 Euro. Zusammen mit Bauakteneinsicht (52 Euro), Grundbuchauszug (10 Euro) und Liegenschaftskarte (50 Euro) ergeben sich die im Beitrag genannten rund 130 Euro Amtsgebühren.
  • Senatspressestelle der Freien Hansestadt Bremen: Erhöhung der Grunderwerbsteuer auf 5,5 Prozent zum 1. Juli 2025.
  • Land Niedersachsen: Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer – Steuersatz von 5,0 Prozent.
  • Gebäudemodernisierungsgesetz (bis 28. Juli 2026: Gebäudeenergiegesetz): § 87 GModG (Pflichtangaben in Immobilienanzeigen) und § 108 GModG (Bußgeldvorschriften), in Kraft seit 29. Juli 2026.
  • Wohnflächenverordnung: WoFlV – Grundlage für die Berechnung der Wohnfläche.
  • Bürgerliches Gesetzbuch: § 444 BGB (Haftungsausschluss bei Arglist), § 448 BGB (Kosten der Übergabe und Beurkundung), § 489 BGB (Kündigungsrecht des Darlehensnehmers), §§ 656a, 656c und 656d BGB (Maklervertrag über Wohnungen und Einfamilienhäuser).
  • Beurkundungsgesetz: § 17 Abs. 2a BeurkG – Zwei-Wochen-Frist für den Vertragsentwurf.
  • Einkommensteuergesetz: § 23 EStG – private Veräußerungsgeschäfte.
  • Zitierte Rezensionen (Google): LiLa, Jan, S. Rosen und Sailor Q.
  • Stripling Immobilien: eigene Auswertung aller 205 vermittelten Objekte mit notariellem Kaufvertrag zwischen April 2021 und September 2026, davon 102 in der Stadt Bremen und 103 im Bremer Umland; angegeben sind Median und Durchschnitt der Dauer von der Vertragsunterschrift bis zum Notartermin sowie die Quote zum Angebotspreis. Die Angaben zu Verhandlungsspielräumen, Vermarktungsbudgets und Kosten des Energieausweises beruhen auf Erfahrungswerten. Stand: 30. September 2026, nicht von dritter Seite geprüft.

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Unsere Inhalte richten sich an Eigentümer, Kaufinteressenten und Kapitalanleger, die verlässliche Informationen suchen. Woran wir uns dabei halten:

  • Fachliche Expertise und Erfahrung: Unsere Beiträge entstehen aus der täglichen Vermarktungspraxis in Bremen und im Bremer Umland – seit 2021 und 205 abgeschlossene Verkäufe (Stand: 30. September 2026). Erwin Stripling ist Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken.
  • Geprüfte Quellen: Marktzahlen stammen aus amtlichen Auswertungen, vor allem vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Bremen. Rechtliche Aussagen belegen wir mit Gesetzestext oder Urteil, nicht mit Sekundärliteratur.
  • Transparente Darstellung: Wir kennzeichnen, welche Zahlen von dritter Seite geprüft sind und welche aus unserer eigenen Dokumentation und Erfahrung stammen.
  • Regionale Relevanz: Wir schreiben über den Bremer Markt bis auf Ortsteilebene und über das Umland, nicht über Bundesdurchschnitte.
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