Der Immobilienverkauf in Bremen – Schritt für Schritt

Bremer Innenstadt im Hintergrund, davor Holzklötze, die die Schitte im immobilienverkauf symbolisieren - KI-generiert
Eine Immobilie zu verkaufen ist aufwendiger als ein altes Handy zu veräußern. Das merken die meisten Eigentümer bereits, wenn sie ein Inserat schalten wollen und spätestens, wenn der erste Interessent nach dem Energieausweis fragt. Von der Wertermittlung bis zur Schlüsselübergabe gibt es zahlreiche Schritte und jeder einzelne ist wichtig für den Verkaufserfolg. Wer den Ablauf kennt, behält die Kontrolle im Verkaufsprozess und vermeidet teure Fehler. Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, wie ein Immobilienverkauf in Bremen idealerweise abläuft, was in jeder Phase auf Sie zukommt und welche Details wichtig sind.
Inhalt

Vorbereitung

Wer gut vorbereitet in den Verkauf startet, spart sich später viel Ärger und oft auch bares Geld.

Wertermittlung

Der erste Schritt ist eine realistische Ermittlung des Marktwerts. Ein zu hoher Angebotspreis schreckt Interessenten ab und verlängert die Vermarktungszeit. Das ist übrigens der häufigste Grund für schleppende Verkäufe in Bremen. Ein professioneller Makler kennt die Preisunterschiede zwischen den Stadtteilen und kann den Zustand der Immobilie beurteilen. Eine marktgerechte Bewertung ist daher keine Formalität, sondern die Grundlage für alles, was folgt.

Unterlagen zusammenstellen

Parallel dazu müssen alle relevanten Dokumente zusammengestellt werden. Dazu gehören:

Pflichtunterlagen:

  • Energieausweis (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis)
  • Grundbuchauszug (sollte maximal 3 Monate alt sein)
  • Grundrisse, Baupläne, Wohnflächenberechnung
  • Flurkarte vom Katasteramt

Empfohlene Unterlagen – damit es schneller geht:

  • Auszug aus dem Baulastenverzeichnis
  • Belege über Modernisierungsmaßnahmen
  • Aktueller Grundsteuerbescheid
  • Wohngebäudeversicherung – diese muss nicht vom neuen Eigentümer übernommen werden
  • Bei Eigentümergemeinschaften: Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen, aktuelle Hausgeldabrechnung

Zustand der Immobilie

Kleine Mängel sollten vor der Vermarktung behoben werden. Das kostet nicht viel Geld, macht aber einen spürbaren Unterschied für Interessenten. Home Staging, also die gezielte Inszenierung von Räumen für Fotos und Besichtigungen, kann außerdem die wahrgenommene Wertigkeit einer Immobilie steigern und für einen gepflegten Gesamteindruck sorgen.

Vermarktung

Mit vollständigen Unterlagen und einer klaren Preisstrategie kann die eigentliche Vermarktung beginnen. In diesem Schritt entscheidet sich, welche Käufer wo und wie angesprochen werden.

Das Exposé

Ein aussagekräftiges und ansprechendes Exposé ist die Basis eines erfolgreichen Immobilienverkaufs. Professionelle Fotos, ein klarer Grundriss, vollständige Objektinformationen und ein Text, der Lust macht, die Immobilie zu besichtigen, sind das Minimum.

Die richtigen Kanäle

In Bremen werden Immobilien in den meisten Fällen über die großen Portale, über Makler-Netzwerke und Social Media vermarktet. Wer einen Makler beauftragt, profitiert häufig davon, dass dieser bereits vorgemerkte Interessenten hat. Das sind potenzielle Käufer, die aktiv suchen und oft schneller entscheiden als jemand, der zufällig auf eine Anzeige stößt.

Verkaufsphase

Sobald die ersten Anfragen eingehen, beginnt der spannendste Teil des Immobilienverkaufs: Die Verkaufsphase. Sie besteht aus Besichtigungen, Bonitätsprüfung und Preisverhandlungen.

Besichtigungen

Sie können Einzelbesichtigungen oder Sammeltermine organisieren, wobei Einzelbesichtigungen mehr Zeit für persönliche Gespräche bieten. Wichtig ist eine gute Vorqualifizierung. Das bedeutet, Sie sollten filtern, ob es sich um ernsthafte Interessenten handelt oder Menschen, die einfach mal schauen wollen. Letztere kosten nur Zeit. Sie sollten sich daher auf die wirklichen Interessenten konzentrieren.

Bonitätsprüfung

Bevor Verhandlungen vertieft werden, sollte die Finanzierbarkeit des Kaufs geklärt sein. Eine Finanzierungsbestätigung der Bank schützt Verkäufer davor, dass ein Kaufvertrag aufgesetzt wird und der Verkauf kurz vor dem Notartermin dann doch scheitert. Im schlimmsten Fall beginnen sie dann nämlich mit dem Verkaufsprozess von vorne.

Preisverhandlung

Dass Interessenten über den Kaufpreis verhandeln möchten, ist normal. Wer aber einen fundierten Angebotspreis ermittelt und diesen begründen kann, muss keine Zugeständnisse machen. Das ist bei Stripling Immobilien seit jeher gelebte Praxis.

Abschluss beim Notar

Der Notartermin ist der rechtlich entscheidende Schritt beim Immobilienverkauf. Er schützt beide Seiten und sorgt für Rechtssicherheit. Wir von Stripling Immobilien sagen zu unseren Kunden immer: „Wir kümmern uns um alles, nur die Unterschrift beim Notar müssen Sie selbst leisten.“

Kaufvertrag und Beurkundung

Der Notar entwirft den Kaufvertrag auf Basis der vereinbarten Konditionen. Beide Parteien sollten den Entwurf sorgfältig prüfen, bevor der Termin stattfindet und offene Fragen klären. Beim Notartermin liest der Notar den Vertrag vollständig vor, erklärt den Inhalt und beurkundet die Unterschriften. Mit der Beurkundung ist der Verkauf rechtlich bindend.

Auflassungsvormerkung, Kaufpreiszahlung und Umschreibung

Anschließend veranlasst der Notar die Eintragung einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Schutz für den Käufer, bevor der Kaufpreis fließt. Erst nach Eingang des Kaufpreises wird das Eigentum im Grundbuch umgeschrieben. In Bremen beträgt die Grunderwerbsteuer seit dem 1. Juli 2025 5,5 Prozent des Kaufpreises und wird vom Käufer getragen.

Schlüsselübergabe

Mit der Übergabe endet der Verkaufsprozess formal. Ein Übergabeprotokoll dokumentiert den Zustand der Immobilie und schützt beide Seiten vor späteren Streitigkeiten.

Fazit

Ein erfolgreicher Immobilienverkauf in Bremen ist das Ergebnis sorgfältiger Arbeit. Entscheidend sind eine realistische Bewertung, eine professionelle Vermarktung und eine sichere Verhandlungsführung. Wer diese Expertise selbst nicht mitbringt, sollte professionelle Unterstützung durch einen Makler suchen, denn eine unbedachte Herangehensweise oder Fehler im Verkaufsprozess können die Vermarktungsdauer erhöhen und sich negativ auf den erzielten Verkaufspreis auswirken – ganz abgesehen von der Zeit, die Sie investieren müssen.

Sie möchten Ihre Immobilie in Bremen verkaufen? Wir begleiten Sie persönlich von der ersten Bewertung bis zur Schlüsselübergabe. Kontaktieren Sie uns gerne für ein kostenloses Erstgespräch.

Häufige Fragen:

Ein Exposé ist die Visitenkarte des Objekts. Es informiert über wichtige Details, verschafft einen Überblick und weckt Interesse. Gleichzeitig liefert es allgemeine Antworten zu Fragen, die die Interessenten sonst vorab stellen würden. So filtert es ernsthafte Interessenten von Gelegenheitsschauern. Wer kein Exposé hat, hat keinen strukturierten Überblick über die eigene Immobilie und kann weder auf Portalen inserieren noch Interessenten gezielt ansprechen.

Die Pflichtdokumente sind: Grundbuchauszug, Energieausweis, Baupläne, Grundrisse, Wohnflächenberechnung und eine Flurkarte vom Katasteramt. Hilfreich sind zudem ein Auszug aus dem Baulastenverzeichnis, Modernisierungsbelege, Grundsteuerbescheid, Beleg der Wohngebäudeversicherung sowie bei Eigentumswohnungen die Protokolle der Eigentümerversammlung und aktuelle Hausgeldabrechnungen.

Die Maklerprovision teilen sich Käufer und Verkäufer je zur Hälfte. In Bremen beträgt der Anteil für jede Seite üblicherweise 3,57 Prozent des Kaufpreises. Hinzu kommen ggf. Kosten für fehlende Unterlagen oder vorbereitende Maßnahmen. Wichtig: Wenn die Immobilie innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf veräußert wird und nicht selbst genutzt wurde, kann eine Spekulationssteuer anfallen. Das sollte vor dem Verkauf steuerlich geprüft werden.

Ihr Experte für Bremen und das Umland

Erwin Stripling – Gründer & Inhaber von Stripling Immobilien

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