Immobilie als Kapitalanlage: Tipps vom Makler

Makler prüft Unterlagen zur Immobilienanlage mit Modellhaus und Münzen auf dem Tisch

In einer turbulenten Zeit voller politischer Unsicherheiten, wirtschaftlicher Schwankungen, höherer Inflation und wieder sinkenden Zinsen suchen viele Anleger nach sicheren und langfristig rentablen Möglichkeiten, ihr Vermögen aufzubauen. Eine Form der Kapitalanlage, die seit Jahrzehnten als stabil gilt, ist die Investition in Immobilien. Doch warum ist das so und worauf sollten Anleger achten?

Immobilien bieten nicht nur Schutz vor Inflation, sondern auch die Chance auf regelmäßige Mieteinnahmen und langfristige Wertsteigerung. Besonders in Zeiten niedriger Realzinsen auf klassische Sparprodukte gewinnen Sachwerte wie Immobilien an Attraktivität. Gleichzeitig profitieren Vermieter von zahlreichen steuerlichen Vorteilen, die die Rendite zusätzlich verbessern können.

Doch eine Immobilie als Kapitalanlage will gut durchdacht sein. Lage, Zustand, Finanzierung und realistische Renditeerwartungen spielen eine entscheidende Rolle. Im Folgenden haben wir einige praktische Tipps aus unserem Makleralltag für Sie zusammengestellt – damit Ihre Investition zum Erfolg wird.

Inhalt

Darum sind Immobilien eine interessante Kapitalanlage

Immobilien zählen zu den sogenannten Sachwerten – sie haben im Gegensatz zu Geldwerten wie Bargeld oder Bankguthaben einen physischen Wert. Hinweis: Auch Sachwerte sind nicht völlig sicher, denn sie können unter bestimmten Voraussetzungen an Wert verlieren. Sie gelten allerdings häufig als stabiler im Vergleich zu Geldwerten.

Außerdem gelten Immobilien als relativ inflationssicher. Wenn die Lebenshaltungskosten steigen, steigen oft auch die Mieten. Dieser Aspekt ist besonders für Vermieter interessant.

Zusätzlich besteht bei guter Lage und Zustand der Immobilie die Chance, dass sie im Laufe der Zeit an Wert gewinnt. Je nach Marktlage und Region entwickeln sich die Preise unterschiedlich – eine fundierte Standortanalyse ist daher unerlässlich.

Immobilien können im Übrigen nicht nur durch allgemeine Marktentwicklungen im Wert steigen. Auch Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen tragen dazu bei. Energetische Sanierungen, eine Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage oder die Renovierung der Räume sind einige Beispiele, die sowohl die Attraktivität für Mieter als auch den Verkaufswert steigern.

Welche Rendite ist realistisch?

Eine häufig gestellte Frage: Wie viel Rendite kann ich mit einer Immobilie erwarten? Experten nennen für 2025 Brutto-Mietrenditen von durchschnittlich 4 bis 6 Prozent als realistisch – vorausgesetzt, Lage und Zustand stimmen. In Großstädten fallen die Mietrenditen oft etwas geringer aus, dafür profitieren Anleger hier häufig von zusätzlichen Wertsteigerungen.

Wichtig: Die Rendite steht – anders als oft behauptet – nicht von Anfang an fest. Sie hängt von vielen Faktoren ab: Kaufpreis, Finanzierungskosten, laufende Bewirtschaftungskosten, Mieteinnahmen und eventuelle Leerstände.

Der Bremer Immobilienmarkt bietet Chancen

Immobilien in Bremen sind im Vergleich zu vielen anderen Großstädten in Deutschland verhältnismäßig günstig. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt 2025 bei etwa 2.850 Euro für Eigentumswohnungen und rund 2.900 Euro für Häuser. Im Vergleich zu Hamburg oder München sind das moderate Preise – was den Einstieg für Kapitalanleger erleichtert.

Gleichzeitig ist Bremen ein beliebter Wohnort für alle Altersgruppen – von Studenten über Familien bis zu Senioren. Die hiesige Universität, Fachhochschulen und renommierte ansässige Unternehmen sorgen für eine stabile Nachfrage nach Mietwohnungen. Die durchschnittlichen Mietpreise liegen derzeit bei etwa 10,50 €/m² für Wohnungen und 11,50 €/m² für Häuser.

Typische Brutto-Mietrenditen in Bremen liegen je nach Lage und Zustand bei etwa 4 bis 6 Prozent. In Toplagen wie Schwachhausen oder der Östlichen Vorstadt fallen die Renditen tendenziell etwas niedriger aus, dafür ist hier das Wertsteigerungspotenzial höher. In Randlagen wie Walle, Gröpelingen oder Huchting sind dagegen höhere Anfangsrenditen möglich.

Steuerliche Vorteile für Vermieter

Ein oft unterschätzter Vorteil: Wer eine Immobilie vermietet, kann zahlreiche Kosten steuerlich geltend machen. Das reduziert die Steuerlast und verbessert die Gesamtrendite. Einen ausführlichen Überblick finden Sie in unserem Beitrag Steuerliche Vorteile für Immobilieneigentümer. Absetzbare Kosten sind unter anderem:

  • Abschreibung (AfA): Für vermietete Wohngebäude können Sie jährlich 2 % (Baujahr ab 1925) bzw. 2,5 % (Baujahr vor 1925) der Gebäudekosten abschreiben.
  • Finanzierungszinsen: Die Zinsen Ihres Immobilienkredits sind als Werbungskosten absetzbar.
  • Instandhaltung und Renovierung: Reparaturen, Sanierungen und Modernisierungen können Sie steuerlich geltend machen.
  • Verwaltungskosten: Hausverwaltung, Steuerberater und Maklerkosten bei Neuvermietung.
  • Nebenkosten: Nicht auf Mieter umlegbare Betriebskosten.

Höhere Abschreibung durch Restnutzungsdauer-Gutachten

Wenig bekannt, aber wirkungsvoll: Mit einem sogenannten Restnutzungsdauer-Gutachten können Sie die jährliche Abschreibung deutlich erhöhen. Das Finanzamt geht standardmäßig von einer Nutzungsdauer von 50 Jahren aus (= 2 % AfA pro Jahr). Kann ein Gutachter jedoch nachweisen, dass die tatsächliche Restnutzungsdauer kürzer ist – etwa 25 Jahre – verdoppelt sich die jährliche Abschreibung auf 4 %.

Beispiel: Bei einem Gebäudewert von 250.000 Euro beträgt die reguläre AfA 5.000 Euro pro Jahr. Mit einem Gutachten, das eine Restnutzungsdauer von 25 Jahren bestätigt, steigt die AfA auf 10.000 Euro – eine zusätzliche Steuerersparnis von mehreren Tausend Euro jährlich, je nach persönlichem Steuersatz.

Wichtig: Das Gutachten muss von einem qualifizierten Sachverständigen erstellt werden und sich explizit mit der Restnutzungsdauer befassen. Besprechen Sie diese Möglichkeit mit Ihrem Steuerberater.

Das sollten Anleger beachten

Eine Immobilie zu besitzen und zu vermieten bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Es genügt nicht, eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen und auf steigende Preise zu hoffen. Damit Ihre Investition erfolgreich wird, sollten Sie:

  • die Lage prüfen – achten Sie auf Infrastruktur, ÖPNV-Anbindung und Entwicklungspotenzial
  • den Zustand der Immobilie begutachten lassen, denn ein Sanierungsstau kann schnell teuer werden
  • die Finanzierung realistisch planen – Experten empfehlen 20–30 % Eigenkapital und eine lange Zinsbindung
  • Rücklagen bilden, damit Leerstände und unerwartete Reparaturen überbrückt werden können
  • regelmäßig investieren, damit der Wert erhalten bleibt und die Immobilie attraktiv für Mieter bleibt

Es ist bei einem Immobilienkauf von Vorteil, einen erfahrenen und fachkundigen Partner an seiner Seite zu haben. Wir von Stripling Immobilien teilen unsere Expertise und unsere Marktkenntnis gerne mit unseren Kunden und beraten sie ausführlich zu diesen Themen.

Wer vermieten möchte, sollte sich zudem mit den rechtlichen Grundlagen auskennen oder eine Hausverwaltung beauftragen.

Fazit: Lohnt sich eine Immobilie als Kapitalanlage 2025?

Immobilien bleiben auch 2025 eine attraktive Kapitalanlage – besonders für langfristig orientierte Anleger. Nach der Zinskorrektur 2022/2023 haben sich die Preise stabilisiert und die Finanzierungskonditionen sind wieder besser planbar. Wer jetzt einsteigt, profitiert von einem moderateren Preisniveau und einer stabilen Mietnachfrage – gerade in Städten wie Bremen.

Entscheidend für den Erfolg sind: eine sorgfältige Objektauswahl, eine solide Finanzierung und ein realistischer Blick auf die Rendite. Dann kann sich eine Immobilie als nachhaltiger Baustein der Altersvorsorge und Vermögensbildung bewähren. Übrigens: Wer seine Kapitalanlage später verkaufen möchte, sollte die Spekulationssteuer im Blick behalten – nach zehn Jahren Haltedauer entfällt sie vollständig.

Sie interessieren sich für eine Immobilie als Kapitalanlage in Bremen? Wir beraten Sie gerne – unverbindlich und kostenlos.

FAQ

Ja, grundsätzlich schon. Wichtig ist, dass Sie sich vorab gut informieren, realistisch kalkulieren und nicht das erstbeste Objekt kaufen. Starten Sie am besten mit einer überschaubaren Wohnung in guter Lage – das reduziert Risiken und Verwaltungsaufwand.

Als Eigentümer zahlen Sie Hausgeld (bei Eigentumswohnungen), Instandhaltungsrücklagen, Versicherungen und eventuelle Reparaturen. Nicht alle Kosten können Sie auf den Mieter umlegen. Rechnen Sie mit etwa 1,5 bis 2 Euro pro Quadratmeter monatlich für nicht umlegbare Kosten.

Das ist eines der größten Risiken. Bilden Sie daher Rücklagen, um mindestens 3 bis 6 Monate ohne Mieteinnahmen überbrücken zu können. Eine sorgfältige Mieterauswahl und eine gute Lage reduzieren das Risiko erheblich.

Ihr Experte für Bremen und das Umland

HAUKE MUELLER FOTOGRAFIE

Erwin Stripling – Gründer & Inhaber von Stripling Immobilien

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