Die größten Stolperfallen im Überblick:
1. Falsche Preisvorstellung
Die größte Hürde beim Immobilienverkauf ist eine unrealistische Preiserwartung, die viele Verkäufer haben, wenn Sie aus dem Bauch heraus entscheiden, was ihre Immobilie wert ist. Überteuerte Angebote bleiben monatelang auf dem Markt und werden als „Ladenhüter“ abgestempelt. Selbst wenn Sie später den Preis senken, hilft das kaum noch. Auch ein zu niedriger Preis ist eine schlechte Lösung, denn die kostet Sie schlicht und einfach bares Geld.
2. Schlechte Fotos und Exposés
Über 90 % der Kaufinteressenten starten ihre Immobiliensuche online. Ihre Fotos entscheiden in Sekunden, ob jemand auf „Besichtigung anfragen“ klickt oder weiterscrollt. Smartphone-Aufnahmen aus ungünstigen Winkeln oder unaufgeräumte Räume senken das Kaufinteresse erheblich und führen dazu, dass potenzielle Käufer Ihre Immobilie direkt aussortieren. Doch nicht nur die Bilder müssen überzeugen: Ein professionelles Exposé mit präzisen Beschreibungen, technischen Details und aussagekräftigen Grundrissen macht den Unterschied zwischen Anfrage und Absprung.
3. Unvollständige Unterlagen
Fehlende oder veraltete Dokumente können den gesamten Verkauf gefährden – und zwar aus ganz praktischen Gründen:
- Finanzierungsstopp: Ohne vollständige Unterlagen (Grundbuchauszug, Wohnflächenberechnung, Baupläne etc.) kann die Bank des Käufers keine Finanzierung freigeben. Der Kaufprozess stockt. Je länger die Verzögerung, desto höher das Risiko, dass Käufer abspringen.
- Nachträgliche Preiskorrekturen: Tauchen im Laufe des Prozesses Dokumente auf, die z. B. eine geringere Wohnfläche, Baulasten oder Sanierungsstau belegen, muss der Preis nachverhandelt werden. Das schwächt Ihre Verhandlungsposition erheblich.
- Rechtliche Risiken: Ein fehlender oder abgelaufener Energieausweis ist nicht nur ein Formfehler – er stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 € geahndet werden. Die Pflichtangaben (Energieeffizienzklasse, Endenergiebedarf, Baujahr, Energieträger) müssen bereits in der Immobilienanzeige erscheinen.
Empfehlung: Stellen Sie alle Unterlagen zusammen, bevor Sie Ihre Immobilie inserieren. So vermeiden Sie Verzögerungen und behalten die Kontrolle über den Preis.
4. Schlechte Kaufpreisverhandlung
Bei dem Verkaufspreis, den Sie im Exposé anführen, handelt es sich zunächst um ein Angebot. Interessenten neigen dazu, dieses zu hinterfragen und den Preis mit Ihnen zu verhandeln. Wenn Sie nicht gut vorbereitet sind und Fragen deshalb nicht beantworten können oder keine fundierten Argumente liefern können, die den Preis begründen, wird die Kaufinteressentin oder der Kaufinteressent schnell abgeschreckt sein. Im schlimmsten Fall bedeutet dies, dass Sie Ihre Immobilie nicht verkaufen oder einen wesentlich geringeren Verkaufserlös erzielen.
Lokale Besonderheiten beim Immobilienverkauf in Bremen
Bremen bietet einen heterogenen Immobilienmarkt mit spürbaren Preisunterschieden zwischen den Stadtteilen. Während Schwachhausen, Oberneuland und die Östliche Vorstadt zu den Toplagen mit deutlich höheren Preisen zählen, liegen die Preise in Bremen-Nord, Gröpelingen oder Huchting merklich darunter. Diese Unterschiede müssen bei der Preisfindung zwingend berücksichtigt werden – ein pauschaler Bremer Durchschnittswert führt in die Irre.
Die charakteristischen Bremer Häuser erfordern zudem spezielle Bewertungskenntnisse. Ihr historischer Charme macht sie zwar bei Käufern begehrt, doch für die Preisfindung sind der Modernisierungsgrad und der energetische Zustand entscheidend.
Der Bremer Immobilienmarkt profitiert 2025 von stabilen bis leicht steigenden Preisen und einer kontinuierlich hohen Nachfrage unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen wie Studierenden, alleinstehenden Berufstätigen und Familien. Die Lage ist nach wie vor ein entscheidender Faktor, aber auch die Energieeffizienz wird zu einem relevanten Bestandteil des Immobilienwerts. Das bedeutet, Immobilien mit schlechter Energieklasse verlieren an Wert, während sanierte Objekte Premiumpreise erzielen.
Bei der Maklerwahl sollten Sie nicht primär auf die niedrigste Provision achten. Entscheidend sind lokale Marktkenntnisse, Erfahrung mit Bremer Besonderheiten und ein etabliertes Netzwerk. Ein günstiger Makler ohne Stadtteil-Expertise kostet Sie am Ende durch zu niedrige Verkaufspreise oder lange Vermarktungszeiten mehr, als Sie an Provision sparen. Prüfen Sie Referenzen, durchschnittliche Verkaufsdauer und tatsächlich erzielte Preise im Vergleich zu Schätzwerten.
Unser Fazit:
Der erfolgreiche Immobilienverkauf in Bremen basiert auf einer realistischen Preisgestaltung, einer professionellen Präsentation, vollständigen Unterlagen und der Kenntnis lokaler Marktbesonderheiten. Wir empfehlen daher stets eine professionelle Wertermittlung für die zu verkaufende Immobilie durchführen zu lassen, die die Lage, Zustand, Energieeffizienz und aktuelle Marktdaten berücksichtigt.
Planen Sie den Verkauf Ihrer Immobilie in Bremen? Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose, unverbindliche Bewertung. Als lokale Experten kennen wir den Markt und begleiten Sie professionell durch den gesamten Verkaufsprozess – damit Sie den bestmöglichen Preis in kürzester Zeit erzielen.
Häufige Fragen:
Brauche ich zwingend einen Makler, um meine Immobilie in Bremen zu verkaufen?
Rechtlich nicht, praktisch ist professionelle Unterstützung jedoch ratsam. Ein lokaler Makler kennt die Bremer Stadtteilbesonderheiten, hat Zugang zu Kaufinteressenten und übernimmt Organisation, Vermarktung und Verhandlungen. Die Maklercourtage amortisiert sich meist durch höhere Verkaufspreise, kürzere Vermarktungszeiten und rechtssichere Abwicklung. Wählen Sie den Makler nicht nach dem günstigsten Provisionssatz, sondern nach Marktkenntnissen und Referenzen.
Lohnt sich ein professioneller Fotograf beim Immobilienverkauf?
Absolut. Professionelle Immobilienfotos sind eine der wichtigsten Investitionen beim Verkauf. Da über 90 % der Kaufinteressenten Objekte zunächst online entdecken, entscheiden die Fotos darüber, ob Ihre Immobilie überhaupt besichtigt wird. Schlechte oder gar fehlende Fotos führen dazu, dass potenzielle Käufer selbst bei attraktiven Objekten weiterklicken. Ein Profi weiß, wie Räume größer und einladender wirken. Die Investition amortisiert sich durch eine kürzere Vermarktungszeit und einen höheren Verkaufspreis.
Welche Unterlagen benötige ich für den Immobilienverkauf?
Zwingend erforderlich sind: Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate), gültiger Energieausweis (Verbrauchs- oder Bedarfsausweis), Baupläne, Flurkarte, Grundrisse und Wohnflächenberechnung. Bei Eigentümergemeinschaften kommen Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen und die Hausgeldabrechnung hinzu. Sinnvoll sind außerdem Nachweise über Modernisierungen, Rechnungen für Reparaturen, ein Auszug aus dem Baulastenverzeichnis, ein aktueller Grundsteuerbescheid (seit 2025 gibt es neue Werte in Bremen) und ein Beleg der Wohngebäudeversicherung. Bei vermieteten Objekten sollten Sie die Mietverträge griffbereit haben. Vollständige Unterlagen beschleunigen den Verkauf erheblich und schaffen Vertrauen.








